Warum Ayurveda?

 

Vor einem Jahr habe ich das Wissen aus dem Ayurveda in meine Beratung aufgenommen. Früher dachte ich fälschlicherweise, dass Ayurveda ein weiteres Konzept ist und wir haben schon viel zu viele Ernährungskonzepte und Regeln auf dem Markt. Jedoch ist Ayurveda eine ganzheitliche Medizin. Mir hat das Wissen über die indische Weiheitslehre geholfen mich selbst besser kennenzulernen. Ich habe gelernt was meine Grundkonstitution ist und wie ich meinen Körper nach der Krankheit wieder in Balance bringen konnte.

Dabei ist mir wichtig, dass Ayurveda auch in den westlichen Lebensstil passt. Ayurveda ist individuell auf den Menschen zugeschnitten, man kann die allgemeinen Ernährungsempfehlungen, die aus der Wissenschaft und Medizin kommen mithilfe des Ayurvedas auf sich individuell anpassen. Wir dürfen uns das alte indische Wissen zu nutzen machen und clever mit dem modernen Wissen aus unserer Schulmedizin und er Ernährungswissenschaft kombinieren.

 

Ist eine Ernährungsumstellung, besonders dann auch noch nach Ayurveda, nicht wahnsinnig kompliziert?

 

Wichtig sind oft ja nur die kleinen Schritte, zum Beispiel morgens warmes Wasser zu trinken (Zitronenwasser), man kann mehr Gewürze integriert, öfters mal gekochte Nahrung essen oder einfach etwas Warmes.

Ich arbeitet nicht mit Listen sondern eher mit kleinen Dingen, die wir oft schon intuitiv wissen, um die Leichtigkeit zu stärken und uns nicht noch weiter zu belasten.

Es geht im Ayurveda darum, zu verstehen was im Ungleichgewicht ist und mit welchen Eigenschaften ich dieses Ungleichgewicht wieder ausgleichen kann. Die Wirkung der Nahrung und der Zubereitungsarten zu kennen und entsprechend einzusetzen ist ein Bestandteil, genauso wie die menatal-emotinale Ebene wieder in Balance zu bringen.

 

Was können wir tun, um Stress zu reduzieren?

 

Im Ayurveda steht die Grundkonstitution Vata, oder das Luftelement, für den permanenten Grundstress, den wir haben. Das ständig im Kopf sein zum Beispiel. Und so können wir schauen, das zu reduzieren mit erdenden Dingen.

Zum Beispiel in die Füße reinspüren, sich mit der Natur begeben, erdende Dinge essen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, rote Bete. Wärmende Tees können auch helfen.

 

Was sagt Ayurveda zum Thema Darm?

Der Darm ist unsere Wurzel.

 

Wenn die Erdung oder die Wurzel fehlt, dann bekommt man Probleme mit dem Darm.

Um dann dies wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kann man sich einerseits mehr um seinen Darm kümmern, aber eben auch um seine anderen Wurzeln, wie zum Beispiel die Familie. Oder dass man vielleicht mehr zu Hause ist, weniger herumreist.

Somit lässt sich auch gut erklären, was Stress mit dem Darm zu tun hat, wenn man zu viel im Kopf ist, zu viel Luft hat, dann stimmt es am Ende mit der Wurzel nicht mehr.

Und wenn der Darm nicht in Ordnung ist, dann stimmt es auf der mentalen Ebene auch nicht so, dass man z.B. unstrukturierter wird oder mehr Gedankenkarussell hat.

Ungeduld, schnelle Reden, sich Sorgen machen, schnell wütend werden, sind auch alles Zeichen, die mit dem Vata Dosha zusammenhängen und so erklärt es sich auch, dass Menschen mit Darmbeschwerden oft auch diese Eigenschaften haben.

Ayurveda bietet einfach ein tolles Erklärungsmodell für solche Zusammenhänge. Man versteht es besser und wenn man es besser versteht, geht es uns besser und man kann Eigenverantwortung übernehmen und in die richtige Richtung laufen.